Daniel MeisterFinanzberatung

Einzeltitel, Streuung, Steuer

Einzelaktien sind eine Beimischung, kein Fundament.

Einzelne Unternehmen im Depot bringen zusätzliches Risiko, das sich durch Streuung vermeiden ließe. Wer es bewusst tragen will, braucht eine Obergrenze. Diese Seite zeigt, woran man Konzentration erkennt und was bei Aktienverlusten steuerlich gilt. Für die Umsetzung im Depot ziehe ich einen Anlageexperten aus dem Königswege-Verbund hinzu.

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Einordnung

Eine Einzelaktie ersetzt kein Depot.

Wer einzelne Unternehmen kauft, übernimmt ein Risiko, das ein breiter Fonds durch Streuung entfernt. Dafür gibt es keine höhere erwartete Rendite, nur eine höhere Schwankung. Als Beimischung mit klarer Obergrenze ist das vertretbar, als Kern nicht.

Einzelaktie und breiter Aktienfonds im Vergleich
KriteriumEinzelaktieBreiter Aktienfonds
StreuungEin Unternehmen, eine Branche, eine WährungHunderte bis tausende Unternehmen
AusfallrisikoVollständiger Verlust bei Insolvenz möglichEinzelinsolvenzen fallen im Index kaum auf
AufwandLaufende Beobachtung von Geschäftsmodell und BilanzEin Prüftermin im Jahr genügt in der Regel
KostenHandelskosten pro Kauf, keine laufende KostenquoteLaufende Kostenquote, dafür kein Einzelhandel
VerlustverrechnungVerluste aus Aktien nur mit Gewinnen aus Aktien verrechenbarFondsverluste sind breiter verrechenbar

Kennzahlen

Vier Zahlen, die vor dem Kauf im Blick sein sollten.

Kennzahlen sind Werkzeuge zur Einordnung, keine Kaufsignale. Sie sagen etwas über Bewertung und Stabilität, nichts über den künftigen Kurs.

Bewertung
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis setzt den Kurs zum Gewinn je Aktie. Sinnvoll ist der Vergleich innerhalb einer Branche und über mehrere Jahre, nicht der absolute Wert.
Verschuldung
Nettoverschuldung im Verhältnis zum operativen Ergebnis zeigt, wie abhängig ein Unternehmen von Refinanzierung ist. Hohe Verschuldung erhöht die Schwankung bei steigenden Zinsen.
Ausschüttung
Die Dividendenrendite ergibt sich aus Ausschüttung und Kurs. Eine hohe Rendite kann auf einen gefallenen Kurs hindeuten. Wichtiger ist, ob die Ausschüttung aus dem laufenden Ergebnis gedeckt ist.
Abhängigkeiten
Anteil des größten Kunden, Region des Umsatzes, Wechselkurse, regulatorisches Umfeld. Diese Punkte stehen im Geschäftsbericht, nicht im Kursverlauf.

Regeln

Vier Regeln, bevor ein Einzeltitel ins Depot kommt.

Wer Einzeltitel kauft, braucht Regeln, die vor dem Kauf feststehen. Danach beginnt die Phase, in der Kurse Emotionen erzeugen.

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  1. 01
    Obergrenze festlegenEin Anteil am Gesamtdepot, der einen Totalverlust verkraftbar macht. Häufig genannt werden zehn Prozent, verbindlich ist deine eigene Grenze.
  2. 02
    Positionsgröße begrenzenKein Einzeltitel so groß, dass sein Ausfall die Aufteilung des Depots verändert.
  3. 03
    Klumpen beim Arbeitgeber vermeidenMitarbeiteraktien und Belegschaftsprogramme bündeln Einkommen und Vermögen im selben Unternehmen. Das ist das teuerste Klumpenrisiko, weil beides gleichzeitig ausfällt.
  4. 04
    Kaufgrund aufschreibenEin Satz, warum du kaufst, und ein Satz, wann du verkaufen würdest. Ohne das entscheidet später der Kursverlauf.

Was Geld kostet

Drei Muster, die im Bestand regelmäßig auftauchen.

Bekanntheit als Auswahlkriterium

Depots bestehen oft aus wenigen bekannten Namen aus dem Heimatmarkt. Das erhöht die Konzentration, ohne die erwartete Rendite zu verbessern.

Verluste aussitzen, Gewinne verkaufen

Die Neigung, Gewinner früh zu realisieren und Verlierer zu halten, verschlechtert das Ergebnis und erzeugt zusätzlich Steuer.

Dividende als Sicherheit

Ausschüttungen sind keine Zinsen. Sie können gekürzt werden und mindern den Kurs am Ausschüttungstag. Sicherheit entsteht durch Streuung, nicht durch Ausschüttung.

Im Verbund mit Königswege

Erst die Ziele, dann das Depot. Ich bin bei beidem dabei.

Wofür ist das Geld gedacht, wann brauchst du es, wie viel Schwankung hältst du aus? Das klären wir zusammen, und ich ordne die Anlagemöglichkeiten für dich ein. Für die Umsetzung im Depot ziehe ich einen Experten aus dem Königswege-Verbund hinzu.

  1. 01
    Ziele und RahmenWir ordnen, wofür das Geld gedacht ist, wann du es brauchst und wie viel Schwankung du tragen willst – und sehen nach, ob Reserve und Absicherung stehen.
  2. 02
    Anlagemöglichkeiten einordnenTagesgeld, Anleihen, Fonds, ETF, Aktien, fondsgebundene Vorsorge: Ich erkläre dir, wie sie funktionieren, was sie kosten und welche Aufgabe sie in deinem Konzept übernehmen können.
  3. 03
    Umsetzung mit einem ExpertenFür Depot, Fonds und Sparplan ziehe ich einen Experten aus dem Verbund hinzu, zugelassen als Finanzanlagenvermittler nach §34f GewO. Ich bin dabei; deine Angaben gehen nur mit deiner Einwilligung weiter.
  4. 04
    Vorsorge aus meiner HandRenten- und Vorsorgeverträge sind Versicherungen, auch fondsgebundene. Die berate ich selbst, abgestimmt auf das, was im Depot liegt. Dein Ansprechpartner bleibe ich.

Häufige Fragen

Aktien: kurz beantwortet.

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Wie viele Einzelaktien sind sinnvoll?

Streuung durch Einzeltitel selbst aufzubauen erfordert eine hohe zweistellige Zahl von Positionen über Branchen und Regionen, mit entsprechendem Aufwand und Handelskosten. Für die meisten Anleger ist ein breiter Fonds als Kern und eine begrenzte Beimischung an Einzeltiteln die praktikablere Aufteilung.

Was ist bei Aktienverlusten steuerlich anders?

Verluste aus dem Verkauf von Aktien dürfen nur mit Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien verrechnet werden, nicht mit Zinsen oder Fondsgewinnen. Wer nur Verluste in diesem Topf hat, kann sie erst in Folgejahren nutzen.

Soll ich Mitarbeiteraktien behalten?

Sie sind häufig rabattiert und deshalb attraktiv, führen aber dazu, dass Arbeitsplatz und Vermögen am selben Unternehmen hängen. Übliche Praxis ist, den Rabatt zu nutzen und die Position nach Ablauf der Haltefrist auf die eigene Obergrenze zurückzuführen.

Sind Dividendenstrategien eine Alternative zu Zinsen?

Nein. Ausschüttungen sind nicht garantiert, schwanken mit dem Ergebnis und mindern am Ausschüttungstag den Kurs. Der Ertrag ergibt sich aus Kurs und Ausschüttung zusammen, nicht aus der Ausschüttung allein.

Wer berät mich zu Depot und Wertpapieren?

Ziele, Zeitraum und die Rolle von Einzeltiteln besprechen wir zusammen. Für die Beratung zu konkreten Wertpapieren und die Umsetzung im Depot ziehe ich einen Experten aus dem Königswege-Verbund hinzu – dafür braucht es eine eigene Erlaubnis nach §34f GewO, und die hat er. Ich bin dabei und bleibe dein Ansprechpartner.

Sprechen wir über dein Depot.

Erzähl mir, was du vorhast. Für das Depot ziehe ich einen Anlageexperten aus dem Verbund hinzu, bin dabei und behalte Absicherung und Vorsorge im Blick.